Sauerstofftherapie
Sauerstoff wird mit jedem Atemzug getankt - Energie für lebensnotwendige Körperfunktionen und alles, was wir tun.
Kann ein Mensch nicht mehr genügend Sauerstoff aus der Umgebungsluft aufnehmen, am Tag und während der Nacht, sorgen individuell einstellbare Therapiegeräte für eine ausreichende O2-Versorgung – zu jeder Zeit, an jedem Ort.
Sie erfahren hier Grundlegendes über die Sauerstoff-Therapie.
Die Bedeutung von Sauerstoff
O2 ist der Motor des Lebens - ohne ihn wäre das Leben für Pflanze, Tier und Mensch undenkbar!
Dieses farb- und geruchlose Gas, mit dem chemischen Symbol O2, ist bereits seit 1772 bekannt. Mit Hilfe von Sauerstoff verbrennt der Körper die Nahrungsbestandteile wie Fette, Kohlenhydrate und Eiweissstoffe zu Kohlendioxid und Wasser. Dadurch erhält er die Energie, um seinen Stoffwechsel zu erhalten.
Der gesunde Mensch nimmt in jeder Minute ca. 500 ml Sauerstoff auf. Der Sauerstoffverbrauch des Gehirns eines Erwachsenen beträgt etwa 3,5 ml Sauerstoff pro 100g Gehirn / pro Minute. Das sind etwa 20 % der gesamten Sauerstoffaufnahme in Ruhe.
Sauerstoffmangel gegenüber ist unser Gehirn besonders empfindlich. Die Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr von nur 10 Sekunden führt zu Bewusstlosigkeit und bereits nach 4 Minuten zu starken Schäden bis hin zum Hirntod.
Ab dem 40. bis 45. Lebensjahr beginnt die Sauerstoffaufnahme durch die Lunge abzunehmen, wodurch die O2-Konzentration im Blut sinkt. Dies hat fatale Folgen, von der Abnahme der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit bis hin zum Herzinfarkt.
Der Amerikaner Alvan Barach war einer der ersten, der bereits in den Dreissiger Jahren tragbare Sauerstoffflaschen für Patienten mit schweren Lungenfunktionsstörungen einführte. Heute ist die Therapie mit Sauerstoff bei vielen Erkrankungen nicht nur der Atemorgane allgemein üblich. Je nach Indikation findet eine entsprechende Sauerstoff-Therapie ihre Anwendung. Ja, man geht heutzutage sogar davon aus, dass die prophylaktische Gabe von Sauerstoff Krankheiten verhüten kann.
O2 kann:
- die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, besonders bei starkem Dauerstress und im höheren Lebensalter, erhalten und stärken.
- helfen, Befindlichkeitsstörungen speziell im höheren Lebensalter zu mildern.
- Sie unterstützen, Konzentrationsschwächen und nachlassender Gedächtnisfähigkeit entgegenzuarbeiten.
- Sie unterstützen, natürliche Abwehrkräfte zu mobilisieren.
- Ausdauer und Leistungsfähigkeit nicht nur von Aktivsportlern beträchtlich steigern.
Aber nicht nur ältere Menschen, sondern auch Menschen, die vielfältigen Belastungen ausgesetzt sind, haben häufig ein Sauerstoffdefizit. Die Ursachen liegen häufig an der Belastung durch Umweltschadstoffe, Stress, Genussmittelgifte, Übergewicht und Bewegungsmangel und können auch bei jüngeren Menschen schon Sauerstoffdefizite hervorrufen.
Nur wenn genügend Sauerstoff vorhanden ist, kann im Körper aus Nährstoffen optimal Energie erzeugen. Und weil alle Lebensvorgänge Energie benötigen, sind Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden immer an ein optimales Energiepotenzial gebunden.
Altern - Abnutzung, Degeneration und Abbau
Abnutzung, Degeneration und Abbau sind die Stichworte, die dem Arzt, aber auch jedem anderen Menschen einfallen, wenn er an das Altern denkt. Die Hauptanzeichen des Älterwerdens sind folgende:
- Sauerstoffmangel im Blut und in den Geweben Verstärkte Degeneration (Abbau). Die natürliche Regeneration (Wiederaufbau) kann damit nicht mehr Schritt halten. Typisches Beispiel: das Knorpelgewebe in den Gelenken (Arthrose) oder das Lungengewebe (Alterslunge).
- Vitalstoffe, also die lebenswichtigen Substanzen im Körper, nehmen immer weiter ab. Hierzu gehören Hormone, Enzyme (Fermente), Aminosäuren, Nukleinsäuren Vitamine und Spurenelemente.
- Die körpereigene Abwehr (Immunsystem) wird schwächer. Die Möglichkeit von Infektionskrankheiten, aber auch von anderen schweren Erkrankungen befallen zu werden, wird immer grösser.
Doch, das was hier über das Altern gesagt ist, trifft in weiten Bereichen auch auf die Schwächung des Körpers durch Überstress zu, und zwar auch, wenn sich der Mensch erst im mittleren Lebensalter befindet.
Durch die Einwirkung äusserer Stressfaktoren kommt es zu einer Erhöhung des Stoffwechsels und damit verbunden zu einem Absinken des Blutsauerstoffspiegels.
Der Alterungsprozess setzt früher ein, als man glaubt. Die Wissenschaft weiss das. Durch ein zusätzliches Angebot von Sauerstoff steigt der Blutsauerstoffspiegel und damit das Wohlbefinden und die Lebenserwartung.
Durch eine Sauerstofftherapie lässt sich dieses Defizit beseitigen, der Blutsauerstoffspiegel erreicht wieder einen Normalwert und das Wohlbefinden inklusive Lebenserwartung sowie die Lebensqualität steigen.
Was verstehen wir eigentlich unter Stress?
Stress ist zunächst gar nichts Schlimmes. Er ist sogar eine Vorbedingung für das Leben überhaupt. Nur ein Zuviel oder ein Zuwenig ist schädlich - wie immer in der Natur. Überstress ist keineswegs nur starke Belastung in Beruf oder Familie, wie man allgemein annimmt. Das Übermass von Stress kann sogar tödlich sein. Das ist allgemein bekannt.
Auch Infektionskrankheiten, Operationen, Unfälle, Vergiftungen oder psychische Schocks können als Überstress wirken. Dieser ruft vielfältige schädliche Reaktionen im Organismus hervor. Eines ist für uns entscheidend: Der Sauerstoffgehalt des Blutes wird plötzlich - und manchmal für lange Zeit -abgesenkt. Wenn Überstress uns im Alter trifft, wo die Sauerstoffwerte ohnehin tief liegen, kann dies besonders fatale Auswirkungen haben.
Vorsicht ist also im Alter geboten, wenn uns Stress wie Operation, Unfall oder Infektionskrankheit trifft oder auch nur die einfache Wintergrippe! Prof. Manfred von Ardenne hat in seinen Forschungen Hinweise dafür erbracht, dass ein geringer Sauerstoffanteil im Blut - gleichgültig ob wegen des Lebensalters, durch Stress oder durch beides - sogar die Vorbedingung für das Entstehen von Herzinfarkt und Gehirnschlag sein kann.
Zusammengefasst:
Lebensalter und / oder Stress senken den Sauerstoffanteil in Blut und Organen. Das bewirkt wiederum Energiemangel und Leistungsminderung. Und es kann zu erheblichen gesundheitlichen Gefahren führen.
Auch die körpereigene Abwehr wird erheblich geschwächt.

