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Qualität ist uns wichtig! Deshalb haben wir ein Qualitätsmanagemant-System eingeführt und erfüllen die Forderungen der ISO9001:2000. Die aerovita Medizintechnik GmbH ist 2006 durch den TÜV-Süd zertifiziert.

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ACHTUNG!
Wir haben am 18.04.2011 unsere neuen Räumlichkeiten bezogen. Unsere neue Adresse lautet:
Im Schlat 3/1,
71711 Murr.
Die bisherige Tel.-Nr. 07144/816328-0 ist weiterhin gültig.

Thementag Schlaf 2012
05.05.2012 in Filderstadt in der Filharmonie
10 Jahre Schlafmagazin Top-Thema: "Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf"

DGSM-Kongress
08.-10.11.2012 in Berlin
20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin Thema: "Wer schlafen kann, darf glücklich sein"

Am 01.01.2009 ist der Gesundheitsfond in Kraft getreten.
Mit dem einheitlichen Beitragssatz für alle gesetzlichen
Krankenkassen haben Service und Beratung an Bedeutung gewonnen.

Gesunder Schlaf - ungesunder Schlaf

Fibromyalgie - Faser Muskel-Schmerz

Fibromyalgie ist eine nicht entzündliche, chronische und äusserst schmerzhafte Muskelerkrankung. Sie ist charakteristisch durch generalisierten Schmerz im Bewegungsapparat, objektivierbar bei der körperlichen Untersuchung durch Nachweis multipler Tender Points (zahlreiche Schmerzdruckpunkte).
Der Muskelschmerz nimmt während körperlicher Aktivität, kaltem und feuchtem Wetter zu. Häufig finden sich die Verbindungen mit Schlafstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kälte-Intoleranz, trockene Schleimhäute (Augen, Mund, Geschlechtsorgane), sowie irritables Colon (hartnäckige Störungen des Dickdarms mit Schmerzen, Völlegefühl, Rumoren, Blähungen, Störungen des Stuhlgangs), Reizblase usw. Insgesamt lassen sich Muskelschmerzen und Müdigkeit nur schwer mit einer Ganztagsbeschäftigung vereinbaren. Dies ist seit längerer Zeit die international übliche Definition.

Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht bekannt. Fibromyalgie ist eine Krankheit, die nicht psychisch bedingt ist. Die Deutsche Fibromyalgie-Vereinigung (DFV) e.V. wendet sich - neben namhaften Ärzten - gegen alle Versuche, Fibromyalgie-Patienten zu psychiatrisieren In den Praxen der Rheumatologen sind Fibromyalgiker die zweitgrößte Patientengruppe; Schätzungen zufolge leben in Deutschland 1,6 - 2,4 Millionen Betroffene ( 80% bis 90% davon Frauen ). Insoweit kann man schon fast von einer Volkskrankheit reden.

Behandlung

Die multifaktorielle Behandlung der Fibromyalgie Zusammenfassung einer Schrift von Dr. Th. Stratz, Rheumaklinik Bad Säckingen.
Es gibt drei Behandlungsansätze bei Fibromyalgie:

Medikamentöse Behandlung

Geringe Dosen von tri- und tetrazyklischen Antidepressiva werden bei Patienten mit deutlichen Verstimmungszuständen eingesetzt. Das bekannteste ist Amitriptylin, welches man abends einnimmt (10-25 mg). Bei ca. 30 % führt dies zu einer Schlafverbesserung und einer Schmerzlinderung.

Seit kurzem wird Tropisetron (Navoban) gegen Schmerzen bei Fibromyalgie eingesetzt. Es wird 5 Tage lang jeden Tag 2 ml intravenös verabreicht, was bei ca. 50 % der Patienten zu einer Schmerzlinderung führt. In der Regel hält diese 2 Wochen an. Die Injektionen können bedarfsorientiert wiederholt werden.

Bei Patienten mit deutlichen depressiven Verstimmungszuständen, die nicht auf eine Therapie mit Navoban ansprechen, wird mit einer Kombination von Antidepressiva und Navoban versucht, die Schmerzen zu lindern, was bei einem gewissen Prozentsatz auch gelingt. Nebenwirkungen des Navoban kann eine Verstopfung sein sowie zu Beginn eine verstärkte Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Eine weitere medikamentöse Möglichkeit der Schmerzlinderung ist der Einsatz von zentral wirkenden Analgetika wie Tilidin und Tramadol, sowie von Muskelrelaxanzien wie Flupirtin oder Tetrazepam

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Physikalische Behandlung

50 % der Patienten profitieren von einem Konditionstraining und einzelkrankengymnastischen Übungen. 60 % der Patienten reagieren auf die Ganzkörperkältetherapie günstig, 40 % eher auf eine milde Wärmebehandlung. Zusätzlich bewähren sich Lymphdrainagen, welche den Wassereinlagerungen im Gewebe entgegenwirken.

Psychotherapeutische Behandlung

Im Vordergrund steht die Information über Fibromyalgie. Der Patient wird über die einzelnen Begleitsymptome informiert, damit er sie besser verstehen kann und unnötige Untersuchungen unterbleiben. Aktive Entspannungsübungen und der Einbezug des Ehepartners in die Gespräche können helfen, durch die Krankheit verursachten Stress (welcher wiederum zu Schmerzen führen kann) abzubauen.

Symptome

Die Fibromyalgie ist ein Syndrom (FMS), weil sie durch eine Einheit von Symptomen charakterisiert ist.

Ausser dem Schmerz und der Müdigkeit treten oft folgende Symptome auf:

Zusätzlich werden von den Patienten auch folgende Beschwerden beschrieben:

Viele Betroffene reagieren ausserdem sehr stark auf Wetterumschwung, Rauch, Lärm, grelles Licht, Kälte, Luftzug usw. Diese Symptome können auch auf andere Krankheiten zutreffen. Es ist deshalb ratsam, einen Arzt zu konsultieren. Durch Stress, Gemütsbewegungen, Mangel oder Überbelastung an körperlicher Tätigkeit oder zu anstrengende Arbeit können diese Symptome zusätzlich verstärkt werden.

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Fitness oder Ruhe

Fast alle Fibromyalgie-Patienten stellen fest, dass ihnen Ruhe gut tut. Anstrengung und Anspannung dagegen verschlechtern die Symptomatik. Dementsprechend versuchen die meisten Kranken, sich zu schonen, was nur zu verständlich ist.

Doch "wer rastet, der rostet", so lautet die sprichwörtliche Wahrheit.

Zu viel Schonung führt zu Muskelabbau und einer Überbeanspruchung der verbliebenen Muskelgruppen. Schonung ist also eine der gefährlichsten "Therapieverfahren". Sehr leicht kann man sich damit krank schonen.

Alle Entspannungsverfahren müssen daher von einem konsequenten Aufbautraining begleitet und ergänzt werden. Sonst nimmt die Krankheit weiter ihren Lauf. So einleuchtend diese Argumentation für die meisten Menschen sein mag, so schwer ist es, dies im Alltag umzusetzen.
Wenn jede Bewegung mühsam ist, dann ist der Gedanke an schweisstreibenden Sport nicht sehr verlockend.

Was können Sie tun?

Vor allem sollten Sie sich Zeit lassen. Sie müssen nicht in kurzer Zeit zur Höchstform gelangen. Alle übertriebenen und gewaltsamen Versuche führen eher zur Enttäuschung und steigern die Verspannungen. Dauerhaften Erfolg erreichen Sie nur, wenn Sie Ihre Leistungsfähigkeit langsam, sanft und kontinuierlich steigern. Ausserdem muss Bewegung Spass machen, sonst werden Sie dies nicht regelmässig tun.

Allgemeingültige Ratschläge, welche Art von Bewegung Sie betreiben sollten, sind daher problematisch. Dies hängt von Ihren Vorlieben, Ihrem Alter und Ihren Vorerfahrungen ab.

Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V.
www.fibromyalgie-fms.de

 

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