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Qualität ist uns wichtig! Deshalb haben wir ein Qualitätsmanagemant-System eingeführt und erfüllen die Forderungen der ISO9001:2000. Die aerovita Medizintechnik GmbH ist 2006 durch den TÜV-Süd zertifiziert.

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Die bisherige Tel.-Nr. 07144/816328-0 ist weiterhin gültig.

Thementag Schlaf 2012
05.05.2012 in Filderstadt in der Filharmonie
10 Jahre Schlafmagazin Top-Thema: "Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf"

DGSM-Kongress
08.-10.11.2012 in Berlin
20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin Thema: "Wer schlafen kann, darf glücklich sein"

Am 01.01.2009 ist der Gesundheitsfond in Kraft getreten.
Mit dem einheitlichen Beitragssatz für alle gesetzlichen
Krankenkassen haben Service und Beratung an Bedeutung gewonnen.

 

Gesunder Schlaf - ungesunder Schlaf

BruxismusBruxismus - Zähneknirschen

Bruxismus ist übrigens die dritthäufigste Schlafstörung!
Nicht nur die Lebenspartner werden in ihrer Nachtruhe gestört, wenn Menschen mit den Zähnen knirschen.
Das geräuschvolle Reiben und Schieben kann auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Betroffene wissen oft schon beim Hinlegen, dass es eine so genannte "Knirsch-Nacht" werden wird. Meist sind es allerdings die Lebenspartner, die zuerst auf das Problem aufmerksam werden. Die Betroffenen selbst nehmen das zum Teil beängstigend klingende Knirschen und Mahlen nicht wahr.

Ursachen und Zusammenhänge

Besonders bei starker Anspannung oder Stress wachen sie - die so genannten Bruxisten - am Morgen regelmässig mit schmerzendem Kiefer auf. Wer knirscht, versucht ein Problem abzuarbeiten - entweder ein mechanisches oder ein seelisches. Dass es sich um kein seltenes Phänomen handelt, zeigt eine Studie aus den USA. Maurice Ohayon von der Standford University und sein Team untersuchten über 13.000 Menschen in Deutschland, England und Italien. Das Ergebnis zeigt, dass mehr als acht Prozent der Befragten im Schlaf mindestens einmal pro Woche mit den Zähnen knirschen. Das macht Bruxismus zur dritthäufigsten Schlafstörung nach dem Schnarchen und der Schlafapnoe. Etwa die Hälfte der Betroffenen leidet deswegen unter teils erheblichen Schmerzen oder Zahnschäden. Leute zwischen 16 und 25 bis 30, bei denen schwierige Entscheidungen, Prüfungen oder Neuorientierungen anstehen sind oft betroffen. Die Chest-Studie bestätigt den Trend und zeigt eine Häufung von Bruxismus in der Gruppe der 25- bis 44-jährigen mit einem geringen Überhang bei Frauen.

Weitere Zusammenhänge

Knirscher haben einen höheren täglichen Alkoholkonsum, trinken öfter vor dem Schlafengehen, sind eher Raucher und leiden vermehrt an anderen Schlafstörungen, wie Schnarchen, Apnoe, Sprechen im Schlaf und wildem Um-sich-Schlagen. Die zugrunde liegenden seelischen Probleme können dabei unter Umständen beträchtlich sein. Bruxisten, so zeigt Ohayons Untersuchung, sind doppelt so oft manisch-depressiv oder depressiv, leiden unter Anpassungsschwierigkeiten und Angststörungen wie Normal-Schläfer. Das sind höchstens zehn Prozent aller Betroffenen. Für die meisten reicht es, Probleme anzusprechen und bewusst zu machen. Ist der Zusammenhang zwischen Psyche und Knirschen erst einmal erkannt, ist bereits ein wichtiger Schritt zur Problembewältigung getan. Die Störung kann auch durch ein rein mechanisches Problem ausgelöst worden sein. So durch eine neue Zahnfüllung, eine Krone, einen falschen Aufbiss. Im Schlaf versuchen die Betroffenen dann durch ständiges Reiben, diese "Unebenheit" auszugleichen - was die Situation aber nur verschlimmert. Hier ist jedenfalls der Zahnarzt der erste Ansprechpartner. Patienten sollten beim Arztbesuch immer auf eine kürzer zurück liegende Behandlung aufmerksam machen. Nur wer sehr ausdauernd und fest knirscht, endet - unbehandelt - mit Zahnstummelchen. Hingegen belastet das Zähnenknirschen und starke Aufeinanderpressen der Kiefer Gesichtsmuskeln, Gelenkkapseln und -scheiben sowie die Bänder. Nur etwa 15 Prozent der Knirscher kriegen Schmerzen - doch die können dann massiv sein. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Anspannungsphasen bis zu 45 Minuten dauern können und der Kaudruck um ein Vielfaches über der normalen Kaubelastung liegt.

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Auswirkungen

Sehr wohl bemerken Zähneknirscher die Auswirkungen des vorwiegend nächtlichen Treibens. Kiefer-, Kiefergelenks- und Knochenschmerzen, Verspannungen und Kopfweh sind häufig die Folge. Dazu kommen mit der Zeit abgeschürfte, durch das Reiben und den Druck empfindlich gewordene oder sogar gelockerte Zähne. Damit es nicht soweit kommt, sollte regelmäßiges Zähneknirschen ernst genommen werden. Oft wissen allerdings die Patienten nicht, woher ihre Gesichtsschmerzen kommen und nur die wenigsten messen dabei dem Zähneknirschen Bedeutung bei. Doch die hat es.

Behandlung

Bruxismus, wie die weit verbreitete Störung in der Fachsprache heißt, kann behandelt werden. Bei einem rein mechanischen Problem als Ursache, ausgelöst durch eine neue Zahnfüllung, eine Krone oder einen falschen Aufbiss kann der Zahnarzt, neben der Beseitigung der Ursache, auch eine Aufbiss-Schiene verschreiben. Dabei handelt es sich um eine Art Kunststoffhaut, die über die Zähne gezogen wird und so das Abschaben von Zahnmaterial verhindert. Meist sind solche Schienen weich; besonders kraftvoll zubeißende Bruxisten brauchen jedoch manchmal spezielle Hart-Schienen.

Bei seelischen Problemen, als Ursache für das Zähneknirschen, führen verschiedene Therapien und Techniken zum Erfolg. Neben psychischen Entspannungstechniken, wie z.B. Biofeedback, die wieder zu innerer Ruhe verhelfen sollen, wird viel mit manueller Therapie gearbeitet. Viele Knirscher haben eine total verhärtete "Aufhängung". In speziellen Sitzungen bei Physiotherapeuten und Krankengymnasten wird massiert, gelöst, entkrampft.

Die Erfolgsrate ist hoch, denn ist der Teufelskreis aus Knirschen, Schmerz und Anspannung erst einmal durchbrochen, wirkt die Therapie meist auch in die Nacht hinein - und verhilft endlich wieder zu einem lockeren Mundwerk.

 

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